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Maklerthemen 2022: Energieeffizienz, steigende Zinsen und digitaler Wettbewerb

Den Jahresauftakt unserer virtuellen Diskussionsrunde machte am 3.3.2022 unser FIO Brunch unter dem Motto „Immobilienblase, Klimaschutz, Politik – Was bringt das Maklerjahr 2022?“. Das Podium erwartete ein weiteres Rekordjahr am Immobilienmarkt und sah die zentralen Themen in wachsenden Anforderungen an die Energieeffizienz, in der Zinswende und in einem professionellen digitalen Auftritt.

FIO Brunch blickt optimistisch aufs neue Maklerjahr

Mit einer Rekordzahl von rund 200 Teilnehmenden blickte das Podium beim FIO Brunch zuversichtlich nach vorn: Nach einem sehr erfolgreichen Jahresbeginn erwartete die Expertenrunde um FIO Vorstand Reik Hesselbarth stabile Objektpreise und eine weiter steigende Nachfrage. Zu Gast waren Ronald Slabke, CEO der Hypoport SE, Achim Amann, Mitglied im erweiterten Vorstand des IVD in der Region Berlin-Brandenburg, Stefan Ratajczak, Bereichsleiter Immobilien bei der Sparkasse Rotenburg Osterholz, Holger Drösemeier, Bereichsleiter Immobilien und Baufinanzierung bei der VR Bank Donau Mindel und Claudia Amelingmeyer, Leiterin dezentraler Vertrieb bei der LBS Immobilien GmbH NordWest. Die Teilnehmenden des FIO Brunch nutzten wie immer rege die Möglichkeit, über Chat und Umfragefunktion aktiv Impulse in die Diskussion einzubringen.

Zinswende bringt Dynamik in den Markt

Ronald Slabke lenkte den Blick bei der Frage nach den Herausforderungen des neuen Jahres auf die steigenden Zinsen: „Warten kostet jetzt Geld. Außerdem wird der Zuzug vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts den Markt fordern. Denn bereits jetzt fehlen in den Ballungszentren über zwei Millionen Wohnungen“. Claudia Amelingmeyer sah den Grund für die Zinswende in der Inflation und sagte: „Es sind genügend Immobilien am Markt. Die steigenden Zinsen werden sich aber auf die Finanzierung auswirken. Makler:innen sollten ihre Verkaufsaktivitäten jetzt intensivieren“. Stefan Ratajczak befürchtete bei der Immobilienfinanzierung steigende Eigenkapitalanforderungen und Informationspflichten an die Aufsichtsbehörden. Achim Amann fügte hinzu: „Die Abwicklungsprozesse bei den Banken haben sich aufgrund einer starken Zunahme der Finanzierungsanfragen verlangsamt.“

Verkaufsmotor Energieeffizienz

In den steigenden Anforderungen an die Energieffizienz von Gebäuden sahen die Expert:innen ein zentrales Thema im neuen Maklerjahr. So befürchtete Claudia Amelingmeyer: „Gebäude mit niedrigeren Energieeffizienzklassen könnten vor dem Aus stehen“. Sie ging davon aus, dass eine energiebetreffende Renovierungspflicht kommen wird, um den Gebäudestandard zu erhöhen. Achim Amann sah in einer steigenden Regulierung Chancen für Makler:innen: „Eigentümer:innen holen sich in heiklen Steuer- und Energiefragen Rat. Gerade beim Thema Kapitalanlagen können Makler:innen jetzt mit Expertenwissen punkten.“ Er plädierte an alle Makler:innen, in ihre Beratungsqualität zu investieren. Ein weiteres zentrales Thema: Verkäufer:innen sind oft auch Käufer:innen. „Hier müssen wir Lösungen fürs zukünftige Wohnen aufzeigen. Ein gutes Netzwerk an Bauträgern hilft in der Akquise hochqualifizierter Objekte“, empfahl Stefan Ratajczak. Reik Hesselbarth ergänzte: „Die Lebenszyklusbegleitung ist entscheidend: Wenn ich mich aufgrund meiner Lebenssituation verändern möchte, geht es darum, den Verkäufer:innen in ein neues Umfeld zu helfen“.

Immobilienportalen eine starke Marke entgegensetzen

Die wachsende Marktmacht der großen Immobilienportale, die ins Provisionsgeschäft drängen, betrachteten die Teilnehmenden mit Sorge. „Das Wachstumspotenzial im Anzeigengeschäft ist ausgeschöpft, aus der Zitrone kommt nichts mehr raus“, so Ronald Slabke. Um im wachsenden Wettbewerb zu bestehen, waren sich die Expert:innen über die Bedeutung einer starken Marke einig. Holger Drösemeier betonte: „Wir müssen auf Alternativen zu den Portalen setzen. Social Media und eine gute Maklerhomepage sowie regelmäßige Portalwechsel können dem steigenden Wettbewerb entgegenwirken. Vor allem im Verbund sind kleinere Makler stark, hier können im Rahmen regionaler Kooperationen noch Potenziale genutzt werden“.

FIO Brunch mit visueller Dokumentation in Echtzeit

Premiere hatte am 3. März Graphic Recorderin Eva Feuchter. Sie zeichnete den Verlauf der Diskussion live mit. Ihre visuelle Zusammenfassung sehen Sie hier:

Bitte vormerken! FIO Brunch am 5. Mai 2022

Der nächste FIO Brunch findet am 5.5.2022 zu gewohnter Stunde von 11:00 bis 12:00 Uhr statt. Merken Sie sich den Termin gleich in Ihrem Kalender vor!

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