FIO-Lexikon

Wissen rund um die Immobilien- und Finanzbranche

Die vernetzte Welt ist beständig auf fundierte Informationen angewiesen. Wer mitreden will, braucht Wissen. Auch die FIO ist tagein, tagaus mit vielen Themen konfrontiert. 

  • A - wie App für Immobilienmakler:innen

    • Der Begriff "App" ist entlehnt aus dem englischen Wort "application" (= Anwendung). Damit werden speziell für mobile Endgeräte konzipierte Tools bezeichnet. Sie nutzen die Besonderheiten der Hardware (Kamera, Touchdisplay, GPS-Empfänger) gezielt aus. Apps für Immobilienmakler:innen revolutionieren die Arbeitswelt und ermöglichen das Arbeiten von unterwegs.

    • Asset-Management beschreibt die Verwaltung von Finanzen, Immobilien, Anlagen und anderen Werten in Unternehmen.

  • B - wie Bankensoftware

    • Bei Bankensoftware handelt es sich um digitale Programme zur Abwicklung der unterschiedlichsten Finanzdienstleistungen. Finanzexpert:innen unterscheiden dabei zwischen Kernbankensoftware (Core Banking System) und spezifischen Anwendungen (wie Schadensmanagement oder Prüfung der Kreditwürdigkeit).

    • Es gibt verschiedene Wege der Baufinanzierung: Eigenkapital, Eigenleistung und/oder Fremdkapital. In der Regel gibt es eine Mischfinanzierung. Der Neubau oder der Ausbau einer Immobilie (egal ob privat oder gewerblich genutzt) wird häufig mit einer Hypothek in Form eines Darlehens realisiert. Als Fremdkapitalgeber fungieren Kreditinstitute wie Banken und Sparkassen.

  • C - wie Cloud

    • Der Begriff Cloud stammt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt so viel wie „Wolke“. Anfänglich wurde zur Visualisierung der IT-Infrastruktur in einem Unternehmen ein Wolken-Symbol verwendet, wenn es um externe Speichermöglichkeiten und Dienste ging, die zwar Teil des Netzwerkes waren, aber nicht im eigenen Haus betrieben wurden.

    • Cloud-Software ist auch unter dem Begriff Software as a Service (SaaS) bekannt. Dabei handelt es sich um digitale Anwendungen, die für die Nutzung nicht zuvor auf einem Notebook oder PC installiert werden müssen. Stattdessen stehen sie online zur Verfügung.

    • Die Courtage ist die Bezahlung, die Vermittler:innen für ihre Dienste erhalten. Eine andere Bezeichnung für Courtage ist daher Maklerprovision.

    • Customer Relationship Management lässt sich als das „Verwalten von Kund:innen-Beziehungen“ ins Deutsche übersetzen. Auch der Begriff „Kundenpflege“ bzw. „Kundinnenpflege“ ist eine gebräuchliche Alternative. Es geht also darum, den Kontakt zu Kund:innen und anderen Geschäftspartner:innen zu organisieren und zu optimieren.

  • D - wie Digital Signage

    • Übersetzt heißt Digital Signage so viel wie digitale oder elektronische Beschilderung. Dabei handelt es sich um eine Art Weiterentwicklung des klassischen Plakates auf Papier. Es erfolgt eine Ausspielung der Werbekampagnen auf Screen und Display.

    • Bei digitalen Signaturen unterzeichnen Kund:innen einen Vertrag, indem Sie mittels Finger über das Touchpad oder mit der Maus die Unterschrift ins Unterschriftenfeld schreiben. Es entfällt damit das Ausdrucken. Der komplette Prozess erfolgt elektronisch. Die Signatur ist rechtsgültig, wenn sie alle Anforderung der eIDAS-Verordnung der EU erfüllt.

    • Die Abkürzung DMS steht für „Dokumenten-Management-System“. Es handelt sich hierbei um digitale Tools zur Verwaltung von Dokumenten. Es ermöglicht Administration und Ablage fast sämtlicher Schriftstücke in digitaler Form.

  • E - wie ERP (Enterprise Resource Planning)

    • ERP (Enterprise Resource Planning) bezeichnet Software für die Verwaltung von Unternehmensprozessen.

    • Das Exposé dient dazu, ein Projekt oder Objekt kurz und professionell vorzustellen und so Interessent:innen einen Vorgeschmack darauf zu geben, was sie erwartet. Es ist für die Anbahnung eines Immobilienkaufvertrages unerlässlich.

  • F - wie FinTechs

    • Der Begriff FinTech leitet sich vom Englischen „Financial Technology“ (zu Deutsch"Finanztechnologie") ab. Es gibt keine rechtlich verbindliche Definition, allgemein werden darunter aber all jene Unternehmen verstanden, die innovative Software oder Hardware entwickeln, um Finanzdienstleistungen anzubieten. Meist handelt es sich bei FinTechs um Start-Ups.

  • G - wie Girokonto

    • Der Begriff "Girokonto" leitet sich vom italienischen Wort „giro“ für „Kreis“ bzw. „Umlauf“ ab. Laut allgemeiner Definition ist ein Girokonto demnach ein Konto, über das der bargeldlose Zahlungsverkehr läuft.

    • Bei Groupware, häufig auch als "kollaborative Software", handelt es sich um Programme, bei denen sich mehrere Prozesse und Akteur:innen miteinander vernetzen lassen.

    • Aus dem Kompositum „Grund-Riss“ lässt sich die Bedeutung „Boden-Zeichnung“ herleiten. Er beinhaltet als maßstabsgetreue Zeichnung die horizontale Darstellung der Bodenfläche einer Immobilie, also eines Hauses, einer Wohnung oder eines Gewerbegebäudes.

  • H - wie Hypothek

    • Bei der Hypothek handelt es sich um ein Grundpfandrecht. So kann ein Grundstück mit einer Hypothek belastet werden, die dann als Sicherheit für einen Kredit oder ein Darlehen dient.

  • I - wie Immobilie

    • Das Wort Immobilie leitet sich vom lateinischen Wort „immobilis“ ab, das so viel bedeutet wie „unbeweglich“. Die Immobilie ist definiert als ein unbewegliches Sachgut (Haus, Wohnung oder Grundstück). Da Immobilienbesitz immer einen gewissen Wert hat, sind Immobilien auch als Spekulationsobjekte beliebt.

    • Spezialisierte Immobilien-Software erleichtert Makler:innen die Verwaltung und den Verkauf von Häusern und Wohnungen.

    • Immobilienmakler:innen vermitteln Gebäude und Grundstücke. Sie arbeiten also im Real Estate-Bereich. Andere Bezeichnungen für das Berufsbild sind Grundstücksmakler:innen, Hausmakler:innen oder Wohnungsmakler:innen. Sie sind diejenigen, die dafür sorgen, dass Eigentümer:innen und Interessent:innen sich einig werden.

    • Das Immobilienrecht regelt alle rechtlichen Aspekte zu Bau, Kauf, Verkauf und Belastung von Grundstücken und Gebäuden.

  • J - wie Jahreszinssatz, effektiver

    • Der effektive Jahreszins umfasst den Sollzins plus die Nebenkosten. Er macht so Kreditangebote besser vergleichbar.

  • K - wie Kontakte verwalten

    • Das digitale Verwalten von Kontakten hilft beim Organisieren der Geschäftskontakte. Es handelt sich dabei in der Regel um ein Programm-Modul oder um eine eigenständige Software. Die Kontaktverwaltung ist heute häufig fester Bestandteil eines CRMs. User:innen tragen wichtige Daten von Personen und Unternehmen ein und erstellen so eine digitale Visitenkarte.

    • Der Begriff der künstlichen Intelligenz bezieht die Fähigkeit, abstrakt zu denken und selbst Lösungen für Probleme zu finden, auf nicht-organische, also (informations-)technische Systeme. Der deutsche Terminus leitet sich dabei vom englischen „artificial intelligence“ (kurz: AI) ab.

  • L - wie Leadgenerierung

    • Unter Leadgenerierung verstehen Marketingexperten die Schaffung neuer Kundenkontakte. Als Lead gilt jede Art der Interessensbekundung durch potenzielle Kund:innen, bei der Kontaktdaten hinterlassen werden. Das ermöglicht im Anschluss die weitere Kommunikation.

  • M - wie Makler:innen-Wissen

    • Das Makler:innen-Wissen umfasst jegliches Know-how, das für die Ausübung des Berufs Immobilienmakler:in erforderlich ist und den Arbeitsalltag erleichtert. Es reicht von A wie Akquise über Mietrecht, Immobilienrecht oder Nießbrauch bis Z wie Zwangsversteigerung.

    • Ein wirkliches Maklergesetz existiert in Deutschland nicht. Alle Vorgaben zum Maklerrecht sind im Bürgerlichen Gesetzbuch in vier Paragraphen (§ 652 BGB ff.) geregelt.

  • N - wie Nießbrauch

    • Nießbrauch bedeutet, eine Person darf eine Immobilie nutzen, obwohl sie das Eigentum daran aufgegeben hat.

  • O - wie Objektakquise

    • Die Objektakquise bezeichnet eine wichtige Aufgabe von Immobilienmakler:innen: die Erstellung eines Portfolios von Immobilien, die sie – möglichst exklusiv – vermitteln dürfen.

    • „On Premises“ – im Deutschen geläufiger als On-Premise-Software– ist ein bestimmtes Lizenz- und Nutzungsmodell für Computerprogramme. Das Programm wird auf dem eigenen PC oder Server installiert und genutzt. Daher hat sich auch der Begriff „InHouse-Software“ geprägt.

  • P - wie Prolongation

    • Eine Prolongation beschreibt die Verlängerung einer vorhandenen, jedoch auslaufenden Finanzierung unter Beibehaltung der bestehenden Bedingungen.

    • Die Provision bezeichnet das Honorar, das Immobilienmakler:innen bei erfolgreicher Vermittlung erhalten.

  • R - wie Real Estate

    • Real Estate ist der Marketing-Begriff für Immobilien. Er bezeichnet ein Grundstück oder Gebäude.

  • S - wie SaaS (Software as a Service)

    • Software as a Service bezeichnet die Nutzung von Software über Webdienste, also eine Cloud. Statt wie bei On-Premise-Software Anwendungen auf dem eigenen PC oder einem internen Server zu installieren, werden sie einfach über das Internet verwendet.

    • Unter Scoring versteht die Finanzwelt die Bewertung der Zahlungsfähigkeit von Individuen und Unternehmen.

    • Software für Finanzdienstleister, im Volksmund häufig auch einfach „Bankensoftware“ genannt, kann je nach Aufgabengebiet unterschiedliche Module beinhalten. So unterscheiden IT-Expert:innen beispielsweise Kernbankensoftware und spezielle Anwendungen für einzelne Aufgaben wie zum Beispiel Online Banking, Scoring oder Prolongation.

    • Software für Immobilienbewertung hilft, den Verkehrswert von Immobilien zu ermitteln.

    • Software für Immobilienmakler bildet digital die Prozesse beim Makeln ab und unterstützt so Immobilienmakler:innen im Arbeitsalltag - sei es bei der Kundenakquise, der Objektverwaltung oder dem Vertragsabschluss. Viele Softwarelösungen, wie der FIO Webmakler, setzen heute auf modernes Cloudcomputing, das einen mobilen Zugang zu allen relevanten Informationen ermöglicht.

    • Vielseitige Software-Lösungen für die Finanzwirtschaft erleichtern die Verwaltung von Konten, Transaktionen, Krediten und mehr.

  • T - wie Treuhandkonto

    • Beim Treuhandkonto sind Eigentümer:in der Einlagen und Kontoinhaber:in verschiedene Personen. Es kommt zu verschiedenen Zwecken zum Einsatz - beispielsweise zur Verwahrung der Mietkaution, zur Abwicklung von Immobilienverkäufen oder bei der Insolvenzverwaltung

  • U - wie Umschuldung

    • Bei einer Umschuldung lösen Kreditnehmer:innen ein altes Darlehen meist über ein neues, günstigeres ab.

  • V - wie Verkehrswert

    • Der Verkehrswert beschreibt den finanziellen Wert einer Immobilie. Von ihm hängt maßgeblich der potenzielle Verkaufspreis ab.

    • Mit der richtigen Strategie zur Vermarktung begeistern Immobilienmakler:innen die richtigen Interessent:innen zum richtigen Zeitpunkt für die richtige Immobile.

    • Eine Vollfinanzierung beschreibt eine Art der Baufinanzierung, bei der Bauherr:innen oder Käufer:innen kein Eigenkapital einsetzen.

  • W - wie Webapp

    • Eine Webapp ist eine mobile Anwendung, die nicht auf dem Computer oder Smartphone selbst, sondern in einem Webbrowser läuft.

    • Eine Wertsteigerung bezeichnet die Erhöhung des materiellen Wertes bestimmter Objekte, vor allem Immobilien, durch die Änderung verschiedener Faktoren.

    • Die Wohnungswirtschaft ist der Wirtschaftszweig, der sich mit der Schaffung, Vermarktung und Nutzung von Immobilien beschäftigt.

  • Z - wie Zwangsversteigerung

    • Ein Gericht ordnet die Zwangsversteigerung an, wenn ein:e Immobilienbesitzer:in nicht in der Lage ist, Gläubigerforderungen zu begleichen. Häufige Gründe für die finanzielle Notlage sind unter anderem Jobverlust, Erkrankung oder der Tod des oder der Hauptverdienenden. Die Vollstreckungsversteigerung dient dazu, Gläubiger:innen das ihnen zustehende Geld zukommen zu lassen.

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